Windhundevereine in Deutschland

Wer einen Windhund sein eigen nennt, ist wahrscheinlich auch Mitglied in einem der Windhundevereine. Und wer sich für Windhunde interessiert, der sollte sich auf jeden Fall mit den Vereinen beschäftigen.

Der größte Verein dürfte der Deutsche Windhundzucht- und Rennverband (DWZRV) sein, der auch der älteste deutsche Verein ist und darüber hinaus im Rahmen des internationalen Zuchtverbandes FCI die Einhaltung der Rassebestimmungen überwacht. Ziel des Vereins ist es die Zucht, Haltung und das Rennwesen zu überwachen. Heute gibt es 4000 Mitglieder in 12 Landesgruppen, ausserdem 42 Rennvereine. Im Rahmen der Vereinstätigkeit gibt es bundesweit etwa 70 Ausstellungen und 80 Rennveranstaltungen. Der Verein wurde 1892 als Barzoi-Club in Berlin gegründet, damals waren die Hunde noch weitgehend dem Adel vorbehalten. Der Verein legt Wert auf rassereine Zucht und widersetzt sich züchterischen Modeströmungen. Man will den Gebrauchshundcharakter der Tiere auf jeden Fall erhalten und sie nicht nur auf Schönheit züchten.

Neben diesem bundesweiten Verein gibt es auch noch viele lokale Vereine, wie den Windhundclub Weser. Er wurde 1996 von Windhundfreunden aus Bremen und Niedersachsen gegründet und richtet sich an Windhundbesitzer aus Bremen, Bremerhaven und dem Unterweserraum. der Verein hat ein eigenes Gelände auf dem die Tiere nach Herzenslust rennen können – 4.5 Hektar weitgehend naturbelassene Wiesen sollten dafür ausreichen. Als Mitglied im DWZRV werden auch Leistungsschauen durchgeführt sowie Coursings. Dabei handelt es sich um Jagdprüfungen, bei denen ein künstlicher Hase gefangen werden muss. Die Strecke beträgt dabei 1000 Meter.

Nicht weit von Stuttgart befindet sich der Sachsenheim-Ring, eine Rennstrecke für Windspiele, die vom Windhundrennsportverein Sachsenheim betrieben wird. Der Verein ist bereits 1961 gegründet worden Damals hatte man noch keine eigenen Strecken und musste in Sindelfingen bei einem befreundetete Hundeclub unterkommen. Heute rennen die Hunde des Vereins (und andere) um die Silberne Halskette, ein Windhundpreis, der einst vom Stuttgarter Oberbürgermeister vergeben wurde. Einen eigenen Platz konnte man erst in den 70er Jahren einrichten, er besteht aber bis heute.