Wundhunde – nicht nur zum Rennen gezüchtet

Man mag es kaum glauben aber Windhunde gehören zu den schnellsten Lebewesen der Erde. Nur Geparden sind noch schneller. Sie wurde gezüchtet, weil die ihre Beute sehen (deswegen im Englischen auch Sighthound) und die Schnelligkeit besitzen, dieser auch nachzujagen.

Heute werden Windhunde zum einen für Rennen gezüchtet, vor allem die kurzhaarigen Sorten, oder aber auf Schönheit (meistens Afghanen und andere langhaarige Rassen).

Die Hund sind schon seit der Antike bekannt. Schon damals hatte man langbeinige Hunde mit spitzem Fang, die zur Jagd eingesetzt werden konnten. Alte Bilder aus Ägypten zeigen ebenfalls Bilder von Windhunden aus dem 4. Jahrtausend vor Christus und ähnelten den heutigen Podencos.

Heute gibt es im wesentlichen drei Klassen: Die langhaarigen, die rauhaarigen und die kurzhaarigen Windhunde. Zu den langhaarigen gehören die Afghanen, aber auch Saluki und Barsoi. Unter die Bezeichnung Rauhaar fallen Deerhund und Irischer Wolfshund, und als kurzhaarige Rennhunde bezeichnet man Azawakh, den Ungarischen Windhund, das italienische Windspiel sowie die Greyhounds. Podencos werden als windhundähnliche Rassen geführt, Lurcher und Longdog sind Hybride.

Auch heute noch werden Windhunde zur Jagd eingesetzt, vor allem auf dem freien Feld, und meistens sind Hasen die Beute. Gerade in Spanien, Russland und Irland ist die Hasenhetze noch populär. Man unterscheidet übrigens zwischen Hunden, die ihre Beute töten und solche, die sie nur festhalten und warten, bis der Besitzer eingetroffen ist.

In England sind die Greyhoundrennen bekannt geworden. Hier rennen die Hunde auf einer Rennbahn einer Hasenattrappe hinterher. Spezielle gezüchtete Rennhunde sind viele tausend Euro wert und mit Wetten auf Hunderennen werden Millionenumsätze gemacht.

In Deutschland gibt es auch Windhunderennen, allerdings sind dies Amateurrennen und werden in der Regel von Windhundevereinen veranstaltet. Oftmals gibt es in diesem Zusammenhang auch eine Hundeschau, bei der die schönsten Vertreter einer jeden Windhundklasse beurteilt und prämiert werden. Bei diesen Rennen machen in der Regel auch die langhaarigen Rassen mit.